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Früh-defibrillator

Plötzlicher Herztod

Der plötzliche Herztod ist die häufigste außerklinische Todesursache. Über 140.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland daran. Das entspricht etwa 380 Menschen jeden Tag. Durch Krankheiten oder andere Umstände hört das Herz dabei auf, in einem regelmäßigen Rhythmus zu schlagen. Es fängt an zu flimmern (Herzkammerflimmern). Die einzelnen Herzmuskeln ziehen sich also nicht mehr kontrolliert zusammen sondern zucken unkontrolliert. Dadurch pumpt das Herz kein Blut mehr durch den Kreislauf - der Körper wird nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. Das führt nach wenigen Minuten zum Tod.

Abhilfe?

Die einzige effektive Möglichkeit, dem Kammerflimmern und damit dem Herztod entgegenzuwirken ist ein gezielter elektrischer Stromschlag von außen auf das Herz. Dieser überlagert die unkontrollierten Muskelzuckungen im Herzen und bringt es wieder in einen koordinierten Rhythmus. Diese Form der Behandlung ist aber nur erfolgreich, wenn der erste Stromschlag unmittelbar nach dem Beginn des Herzkammerflimmerns gegeben wird. Um Patienten mit Kammerflimmern so schnell wie möglich diesen rettenden Stromstoß geben zu können, wurden halbautomatische Defibrillatoren entwickelt. Diese Geräte arbeiten fast völlig automatisch und können so von jedem Laien theoretisch völlig intuitiv eingesetzt werden.

Was ist das besondere?

Halbautomatische DefibrillatorEN beim DRK Kierspe

Das DRK Kierspe besitzt mehrere halbautomatische Defibrillatoren. Sie werden bei Sanitätswachen eingesetzt und auch bei Helfer vor Ort-Einsätzen mitgeführt. Alle Rotkreuzler sind auf dem Gerät eingewiesen und üben regelmäßig die Anwendung des halbautomatischen Defibrillators. Durch die kurzen Anfahrtszeiten, die die Helfer vor Ort haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass der rettende Stromschlag bei einem Patienten mit Herzkammerflimmern früh genug abgegeben werden kann.

Der halbautomatische Defibrillator. Im Deckel sind die Klebeelektroden verstaut.
Übung macht den Meister: Regelmäßiges Training mit dem AED beim DRK